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Geburtsberichte

Es ist ein Wunder, sagt das Herz,

Es ist viel Sorge, sagt die Angst,

Es ist viel Verantwortung sagt der Verstand,

Es ist das grösste Glück auf Erden, sagt die Liebe.

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Geburt von Jari Emanuel

Jari kam am 3. Mai 2010 als unser drittes Kind im Geburtshaus Tagmond in Pratteln zur Welt. Seine harmonische Ankunft wird uns immer in sehr guter Erinnerung bleiben. Im Vorfeld waren wir schon etwas angespannt, insbesondere wegen der Frage, wo Jari’s zwei ältere Brüder (2- und 4-jährig) während der Geburt unterkommen sollten. Je nach Tages/Nachtzeit des Wehenanbruchs gab es dann schliesslich unterschiedliche Pläne... Die Wehen haben dann aber just so richtig eingesetzt, als die Kinder zu Bett gebracht waren und ihre Tante zufälligerweise als Spontan-Babysitterin zu Besuch war.

Es war genial, dass Bernadette, unsere Hebamme, die wir beide schon von den Schwangerschaftsuntersuchungen her persönlich kannten, schnell bei uns zuhause war, um die Situation einzuschätzen. Weil sie bestätigen konnte, dass es „los ging“, machten wir uns auf ins Geburtshaus (zu Fuss und mit mehreren Wehenpausen!). Im Tagmond konnten wir von der guten Infrastruktur profitieren. Bald war der Geburtspool eingelaufen und für den Rest der Wehen war ich im Wasser. Für den Fortgang der Geburt und die Öffnung des Geburtskanals war es sicher sehr hilfreich, dass wir sehr persönlich betreut wurden durch Bernadette und Vera (die im Tagmond dann dazustiess). Ganz anders als bei einer Spitalgeburt war es eine ruhige und intime Atmosphäre, die durch keinerlei Fremdeinwirkungen oder Hebammen-Schichtwechsel gestört wurde. Ebenfalls sehr wichtig war, dass Christian als Vater aktiv miteinbezogen wurde. Dies insbesondere auch nach der Geburt in der Wochenbettzeit. Es wäre für uns unvorstellbar gewesen, dass der Vater nach der Geburt nach Hause geschickt wird.

Jari kam kurz nach Mitternacht zur Welt. Eine kleine Komplikation war, dass er die Nabelschnur zweimal um den Hals geschlungen hatte, so dass er bei der letzten Wehe hängen blieb. Diese Situation wurde aber von Bernadette und Vera sehr ruhig und professionell gelöst (die Nabelschnur konnte einmal über den Kopf gezogen werden, aber auch für eine vorzeitige Abnabelung war alles schon bereit). Überhaupt ist es gut zu wissen, dass für den Fall von schlimmeren Komplikationen vorgesorgt ist, d.h. dass der zuständige Arzt in Bereitschaft ist und – im schlimmsten Fall – auch jederzeit ein Transfer ins Spital möglich ist. – Unmittelbar nach der Geburt durfte Jari bei seiner Mutter sein, und es gab keine hektischen Untersuchungen. So wurde ihm Zeit gelassen, in Ruhe anzukommen, bevor er untersucht wurde. Nach einem ruhigen Ausklang, Ausruhen, Staunen und Unterleibspflege kamen wir im Morgengrauen zu dritt wieder nach Hause und schon bald wachten Jari’s Brüder auf...

Wir sind überzeugt, dass diese relativ rasche und reibungslose Geburt nur möglich war, weil die äusseren Umstände im Geburtshaus für uns optimal waren. Auch Jari’s ältere Geschwister kamen in einem Geburtshaus und mit einer geplanten Hausgeburt zur Welt.

Noch ein Wort zur Wochenbettbetreuung: Die regelmässigen Hausbesuche von Bernadette oder Vera waren sehr positiv für uns. Auch hier haben wir davon profitiert, die beiden schon gut kennengelernt zu haben (unter anderem während einem grandiosen gemeinsamen Geburts-Erlebnis!). Es ist hilfreich (auch für dreifache Mütter), wieder Ratschläge zum Stillen, zur Pflege von Kind und Mutter, zum Schlafverhalten und und

 

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Meine Geburt im Tagmond

Unser Kind soll sanft auf die Welt kommen. Mit diesem Vorsatz haben wir uns letzten Frühling auf die Suche nach einem geeigneten Geburtsort gemacht. Im Spital gebären kam für mich und meinen Freund nicht in Frage. Wir wollten möglichst viel Mitsprache bei den Entscheidungen und kein klinisches Umfeld. Schliesslich ist eine Geburt keine schwere Krankheit. Wir haben uns also verschiedene Orte angeschaut und zuletzt sind wir beim Geburtshaus Tagmond gelandet, wo wir offen und herzlich empfangen wurden. Uns war sofort klar, dies ist der richtige Ort, weil wir hier mit unseren Bedürfnissen und unserer Situation ernst genommen wurden, und soviel Erfahrung dahinter steht, dass wir uns ruhig der Führung der Hebammen anvertrauen konnten.

Drei Monate später bin ich zur ersten Schwangerschaftskontrolle ins Geburtshaus gekommen. Wir haben geschaut, wie es meinem Bauch geht und abgeklärt, ob die Schwangerschaft problemlos verläuft und verspricht, dies auch weiterhin zu tun. Die Hebamme hat sich viel Zeit für dieses Gespräch genommen und mir verschiedene Vorschläge gemacht, wie ich die Begleiterscheinungen der Schwangerschaft gut meistern könne. Sei es mit Schüsslersalz, falls sich eine Erkältung ankündigt, oder mit einer Teemischung gegen Wassereinlagerungen in den Beinen. In den folgenden Monaten hat mein Bauch fröhlich an Umfang zugenommen und meine Gedanken fingen an, um die bevorstehende Geburt zu kreisen. Was könnte ich bloss tun, damit alles komplikationslos verläuft? Ich habe versucht, mich gesund zu ernähren, mich zu bewegen und vor allem, mich wenig Stress auszusetzen. Alle Informationen rund um Geburt und die ersten Zeit danach haben wir im Geburtsvorbereitungskurs bekommen. Da mein Freund kein Deutsch spricht, hat die Hebamme spontan eingewilligt, einen zweisprachigen Kurs in deutsch und französisch anzubieten. So konnten wir beide an der Geburtsvorbereitung teilnehmen und uns mit Senkwehen, Blasensprung und Milcheinschuss vertraut machen.

Am 22. August waren wir noch in Winterthur auf einem Fest, sind Fahrrad gefahren und im Fluss schwimmen gegangen. Abends war ich ganz erschöpft und frustriert, dass mir die Waage 17 zugenommene Kilos anzeigte. Wenn das so weiterginge, würde ich die unglaubliche 20-Kilo-Marke bald überschreiten, beklagte ich mich bei meinem Freund. Drei Stunden später und mitten im Schlaf ist meine Fruchtblase geplatzt. Ungläubig habe ich das auslaufende Wasser angeschaut. Jetzt sollte es also losgehen. Wir haben gleich die Hebamme angerufen, wie wir es im Geburtsvorbereitungskurs gelernt hatten.  Die Wehen hatten da noch nicht eingesetzt und so haben wir gemeinsam mit der Hebamme beschlossen, dass sie im Verlauf des Morgens vorbeischaut und ich noch versuche weiterzuschlafen. Aber schon bald haben sich die Wehen eingestellt und sind rasant in immer kürzeren Abständen gekommen. So beschlossen wir um fünf Uhr morgens, ins Geburtshaus zu fahren und tatsächlich war es höchste Zeit. Als wir ins Auto stiegen, kamen die Wehen schon in Zwei-Minuten-Abständen. Endlich im Geburtshaus angekommen, war ich sehr froh, mich in die Obhut der Hebamme begeben zu können. Sie hat ein Bad eingelassen, damit ich mich nochmals entspannen könne – was bei mir aber nicht klappte. Es ging sofort weiter, so dass ich nur mit Atmen und entspannen beschäftigt war. Die Hebamme und mein Freund haben mich dabei unterstützt und waren ganz nah bei mir. All die interessanten Dinge, von denen wir im Vorbereitungskurs gehört hatten – verschiedene Geburtspositionen, Massagen und Bewegungen – kamen bei dieser schnellen Geburt nicht mehr in Frage. Die Hebamme hat mich vor allem ruhig durch die Wehen begleitet, mir beim Atmen geholfen und immer wieder die Herztöne des Babys kontrolliert. Als sich der Kopf noch nicht richtig ins Becken senken wollte, schlug sie mir verschiedene Positionen vor, damit das Kind leichter vorankommt. In dieser Phase war ich empört über die heftigen Schmerzen, gegen deren regelmässiges Wiederkehren man nichts tun kann. Und ich dachte, kein Wunder, dass sich manche Frauen für eine PDA entscheiden. Sobald aber die Presswehen einsetzten, ging dieses Gefühl vorbei. Jetzt konnte ich mithelfen und spürte, dass sich das Kind durch mein Becken nach unten bewegt. Dann plötzlich war es soweit. Die Hebamme sah den Kopf und drei Wehen später flutschte der kleine Körper heraus. Das Bündelchen Leben im Arm zu halten, war überwältigend und eines der schönsten Gefühle meines Lebens. Dieser Moment hat mich immer an diesen Menschen gebunden.

Nun konnten wir uns endlich Zeit lassen. Wir warteten noch in der Badewanne, bis die Nabelschnur auspulsiert hatte, dann konnte sie der Papa durchschneiden. Bis dahin wussten wir noch nicht, ob es nun ein Bub oder ein Mädchen war. Erst als die Hebamme ihn in den Arm nahm, sahen wir, dass ich einen Jungen geboren hatte. Während wir auf die Ausscheidung der Plazenta warteten, lag das Kindchen auf dem nackten Bauch seines Vaters und ich ganz nah daneben. Später hat es zum ersten Mal an meiner Brust getrunken und langsam stellte sich das Gefühl ein, dass wir nun eine Familie waren. Das war alles wunderschön und ich glaube, für Natanaël war seine Geburt wirklich kein traumatisches Erlebnis. Er hat erst spät ein bisschen geschrien, aber auch nur pro forma und gleich wieder aufgehört. Während der ganzen Geburt war rund um uns alles ruhig und entspannt, so dass unser Kind ohne Hast und Angst auf dieser Welt ankommen konnte. Auch als wir nach Hause gekommen waren, konnten wir uns viel Zeit lassen. Die ersten Tage haben wir in Ruhe zu dritt verbracht, nur die Hebamme hat uns täglich besucht und uns in unserem zunächst unsicheren Umgang mit dem Baby begleitet.

Ich bin sehr dankbar, dass mein Kind auf diese ruhige und liebevolle Weise auf die Welt kommen konnte. Dass wir Natanaël von Anfang an bei uns haben konnten und auch der Vater bei allem einbezogen war,  gibt mir die Zuversicht und Sicherheit, dass wir alle kommenden Schwierigkeiten gemeinsam meistern können.

K.M. , Basel, den 6. September 2010

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Für einen guten Start ins Leben

 

Es fängt alle an mit sehr viel Geduld. Die Geduld, dass der Zyklus einmal aussetzt, dass die Überschreitung so lange ist, dass man sich mit einem Schwangerschaftstest versichert – und ja da ist eine Anzeige die stimmt mit „schwanger“ überein und man ist erquickt und nun Geduld – nun ist neun Monate geduldiges Warten angesagt.

Die Geduld abzuwarten auf den Termin beim Arzt mit Ultraschall um sich zu versichern, dass man Eltern werden wird, die Geduld ,die Übelkeit, die ersten drei Monate zu überstehen, Geduld sich mit Schwangerschaft zu beschäftigen. Von nun an lebt man von Woche zu Woche. Was für eine wunderbare Zeit. Man danke Mutter Natur für die Einrichtung, dass Sie uns mit Hormonen versieht, die uns für den Alltag in Watte packen. Und das von nun an ein Spiel der Natur beginnt, das einerseits so natürlich verläuft und doch alle Informationen zusammenstimmen müssen.

Vor lauter geniessen der wunderbaren Zeit schwanger zu sein und sich mit seinem Bauch zu bewegen, sich nicht satt sehen zu können am Werk der Natur, dann kommt irgendwann der Zeitpunkt sich mit der Geburt auseinanderzusetzen.

Nachdem wir bei unserem ersten Wunschkind uns Gedanken über eine Geburt gemacht haben, besuchten wir wie die meisten Paare, die nächstens zu Eltern werden, einige Krankenhäuser und Geburtsstätten in der Gegend. Da in den Spitälern uns meist nur das Risiko einer Geburt dargestellt wurde, entschieden wir uns, den Weg für einen geborgenen, sicheren Start ins Leben, im Geburtshaus Tagmond in Pratteln, zu gehen. Schon in den ersten Begegnungen mit den tätigen Hebammen fühlten wir uns gut verstanden. Bald darauf wurden die Kontrollen nicht mehr durch den Frauenarzt sondern bei der zugeteilten Hebamme im Geburtshaus durchgeführt, die bei jedem Check den werdende Vater auch gleich immer herzlich willkommen hiess. Den Geburtsvorbereitungskurs wollten wir auch gleich da machen. Und zur grossen Freude war es ein aufschlussreicher Kurs, wo Frau wie Mann erfuhr, was rund um eine Geburt zu tun ist. Der letzte Abend dieses Kurses war sogar den Männern gewidmet, die dort gleich ihre Gefühle und Stimmen ausdrücken durften. So durften wir mit voller Zuversicht der Geburt entgegensehen. Mit einem wunderbaren und sicheren Gefühl sahen wir nach einem nächtlichen Blasensprung der Geburt unseres erstgeborenen entgegen und wussten, die nächsten Stunden sind wir zwei, bereits zu dritt. Nach einem Morgencheck mit der Hebamme im Geburtshaus wurden wir nach einer intensiveren Wehentätigkeit gleich nach dem Mittag ins Geburtshaus gebeten. So hatte mein Mann genug Zeit, sich bei der Arbeit abzumelden und auch gleich noch wichtige Dinge abschliessen zu können. So fühlten wir uns gut vorbereitet und konnten uns voller Neugier ins Geburtshaus begeben. Gut hatten wir vorher noch eine Zeichnung erhalten, um verschiedene Positionen, mit der Unterstützung des Partners, umzusetzen. Es war, wie man zu sagen pflegt, eine sanfte und wunderbare Geburt. Hurra, Damian war da! Schön durften wir auch bald nach hause um uns nun aufeinander einzustimmen und uns gegenseitig kennen zu lernen. Die Wochenbettbetreuung war täglich mit wichtigen Hinweisen zu Pflege und Hege eines Neugeborenen und wir waren mit unseren Fragen immer gut aufgehoben. Schon bald konnte mein Mann zu meiner Entlastung und Unterstützung kompetent den Kleinen wickeln und baden, was er sich vorher niemals zugetraut hätte. Und er sagte dazu, so nah beim Geschehen dabei zu sein, wäre in einem Spital nie in dieser Form möglich, da er sich dort nur als täglichen Besucher gesehen hätte. So war für uns klar, dass als ich erneut in freudiger Erwartung war, "wir" wieder unter diesen Umständen gebären wollten. Alles verlief wieder mit vollster Zufriedenheit. Und wir als Paar entschlossen und dieses Mal den Vorbereitungskurs im Wasser zu machen. Wie wunderbar nutzten wir diese Zeit als Paar, da wir ja schon ganz bald zu viert sein würden. So genossen wir die Paarübungen mal für mal... genossen die Zeit mit "unserer" Hebamme, die uns bald noch besser kannte (für unseren Sohn war es bald "Tante Herta") und uns immer das Gefühl gab, für den Moment die einzigen zu sein, die ein Kind erwarten und empfangen durften. Herzlichen Dank! Wir durften nun eine Tochter Anja in die Arme schliessen. Unser Sohn wollte zu Beginn dieses "Bébé" der Hebamme "Tante Herta" gleich wieder mitgeben. Na ja - diese Anfangschwierigkeiten... Heute sind wir eine zufriedene Familie und glückliche Eltern eines Sohnes und einer Tochter. Unsere bedeutende Hebamme steht uns noch heute, für alle Fragen zu den "Wehwechen" unserer Kleinen und Grossen zur Seite. Und uns auch ab und zu eine Familienberatung anbietet ... weil es eine wunderbare Herausforderung ist, Kinder zu haben. Sie sollen in Liebe wachsen dürfen...!

C & P aus Liestal

30. Juli 2011